Mit einigem Grundwissen ist es gar nicht so schwer, die Körpersprache einer Katze zu verstehen. Der Gesichtsausdruck einer Katze wird insbesondere beeinflusst durch Stellung der Ohren, Tasthaare und die Grösse ihrer Pupillen. Diese kurze Liste soll ihnen helfen, einige Ausdrücke zu verstehen.- Die Katze hebt den Kopf und bewegt ihn nach hinten: jemand nähert sich ihr zu aufdringlich, sie versucht Abstand zu gewinnen.
- Die Katze schliesst die Augen halb und dreht die Ohren zur Seite: es geht ihr gut, sie geniesst.
- Sie stellt die Ohren auf, dreht sie nach hinten und verengt die Pupillen: ein Warnsignal. Am besten lässt man das Tier in Ruhe.
- Wenn die Pupillen einer Katze sich trotz Helligkeit erweitern, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Katze sich erschrocken hat.
- Wenn eine Katze die Ohren anlegt, die Augen zur Hälfte schliesst und den Kopf leicht zur Seite neigt, ist das ein Signal, dass die Katze zu ihrem Gegenüber friedlich eingestellt ist. Dieses Zeichen ist natürlich besonders bei "neuen" Katzen erfreulich.
Neben dieser Körpersprache geht man davon aus, dass die Katzenlaute ebenfalls eine Verständigungsfunktion haben, die der Mensch in einem gewissen Masse entschlüsseln kann. In der Verhaltensforschung wurden 16 wiederkehrende Laute der Katzensprache erfasst, die man in drei Gruppen unterteilt. - Die erste Gruppe sind die sogenannten "Plaudertöne". Diese umfassen genüssliche "Miau"-Töne und behagliches Schnurren. Wenn eine Katze diese Laute von sich gibt, geht es ihr gut, und sie ist mit sich und der Welt zufrieden. Ganz selten Schnurren Katzen auch in Stresssituationen, zum Beispiel beim Tierarzt. Dieses Schnurren signalisiert eher das Gegenteil, scheint der Katze aber dabei zu helfen, sich zu beruhigen.
- Die zweite grosse Gruppe sind die Ruflaute, die man relativ einfach an ihrem Appellcharakter erkennt. Die Katze adressiert die Laute oft ziemlich direkt an eine Person oder gibt sie an einem Gegenstand von sich, der für sie in diesem Moment von Bedeutung ist. Ruflaute sollen für Menschen zum Beispiel ein Zeichen sein, dass die Katze hungrig ist oder dass man ihr eine Tür öffnen soll.
- Die dritte Gruppe sind die so genannten Erregungslaute. Dies sind besonders Fauchlaute jeder Abstufung, die von einem Ausdruck der Angst bis zu echtem, aggressivem Fauchen reichen. In diese Gruppe fallen auch Kreischlaute, die Ausdruck von Wut oder Jagdlust sind.
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